Ib Melchior hat uns ja schon mit seinem Eintrag in unsere letzte 𝗚𝗮𝗹𝗲𝗿𝗶𝗲 𝗱𝗲𝘀 𝗚𝗿𝗮𝘂𝗲𝗻𝘀-Box enorm begeistert. Er zeigte den Astronauten der MR1 den Planeten Mars doch so, wie er sich wohl zukünftigen Raumfahrer-Generationen in der Tat offenbaren wird: Rot, gemein, lebensfeindlich und schlimmstenfalls von einer riesigen „Fledermausspinne“ bewohnt. Ähnlich schlecht wie den Raumfahrern auf dem Mars ergeht es auch den Forschern, die mit riesigen Bildschirmen in unserem neuesten Galerie-Eintrag in die düstere Zukunft unserer mittlerweile durch atomaren Krieg zerstörten Welt blicken und in dieses Morgen hineingezogen werden, aus dem dann scheinbar niemand mehr zu entrinnen vermag. Ib Melchior spart dabei weder mit Sensationen noch mit dem Einsatz seiner (zumindest in Deutschland) titelgebenden „Mutan-Bestien“ – und, na klar, der stets großartige John Hoyt darf dabei auch nicht fehlen. Der deutsche Titel ist für sich allein bereits Programm und diesmal dennoch trotz sehr zutreffend, umreißt er das ganze Spektakel doch recht gut. 𝟮𝟬𝟳𝟭 – 𝗠𝘂𝘁𝗮𝗻-𝗕𝗲𝘀𝘁𝗶𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗴𝗲𝗻 𝗥𝗼𝗯𝗼𝘁𝗲𝗿 (𝗧𝗵𝗲 𝗧𝗶𝗺𝗲 𝗧𝗿𝗮𝘃𝗲𝗹𝗲𝗿𝘀) gehörte in den 1970ern nicht zuletzt durch eine recht milde FSK-Freigabe zum festen Bestandteil jeder gut kuratierten Jugendvorstellungs-Reihe im örtlichen Kino. Und das mit so gutem Erfolg, dass Ib Melchiors Zukunftsdrama dank einer größeren Wiederaufführung somit am Ende fast ein ganzes Jahrzehnt lang immer mal wieder irgendwo auf der Leinwand zu sehen war. So wie bei Ib Melchiors kurzweiligem Wunderwerk sehen nämlich Filmstoffe aus, die ihr Leben nicht schon nach acht Wochen Kino- und Streamingeinsatz trotz allerlei optischem und akustischem Bombast weitestgehend ausgehaucht haben, was heute ja oftmals zu beobachten ist.
Aber worum geht es hier genau?
Ausgeklammert aus unseren beiden großen Phantastik-Reihen 𝗚𝗮𝗹𝗲𝗿𝗶𝗲 𝗱𝗲𝘀 𝗚𝗿𝗮𝘂𝗲𝗻𝘀 und 𝗣𝗵𝗮𝗻𝘁𝗮𝘀𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗙𝗶𝗹𝗺𝗸𝗹𝗮𝘀𝘀𝗶𝗸𝗲𝗿 möchten wir dennoch einen Blick in das Schockerkino der 1940er werfen. Warum das? Nicht nur, weil wir natürlich zu Lon Chaney Jr. schlecht nein sagen können, bei Robert und Curt Siodmak sowieso nicht, und außerdem zeigte 𝗗𝗿𝗮𝗰𝘂𝗹𝗮𝘀 𝗦𝗼𝗵𝗻 (𝗦𝗼𝗻 𝗼𝗳 𝗗𝗿𝗮𝗰𝘂𝗹𝗮) erstmals auf der Leinwand, wie sich ein Mensch tatsächlich in eine Fledermaus verwandelt. Was den Film aber wirklich zu etwas Besonderem macht, ist seine gnadenlos gute Schwarzweiß-Fotografie, die der packenden und eher unüblichen Vampirgeschichte einen geradezu hinreißenden Rahmen verleiht und die man einem doch eher preisbewusst im Kielwasser des großen Klassikers von 1931 entstandenen und vermarkteten Films nicht wirklich erwartet hätte. Wer immer noch meint, dass ein Schwarzweiß-Film von einem HD-Bild nicht sonderlich profitiert, wird hier noch einmal eines Besseren belehrt. Neben Lon Chaney Jr. brillieren in diesem künstlerisch sehr hochwertigen Werk Robert Paige (den hatten wir ja bereits in unseren Veröffentlichungen 𝗗𝗮𝘀 𝗨𝗻𝗴𝗲𝗵𝗲𝘂𝗲𝗿 𝘃𝗼𝗻 𝗖𝗵𝗶𝗰𝗮𝗴𝗼 und 𝗜𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗛𝗼̈𝗹𝗹𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗧𝗲𝘂𝗳𝗲𝗹 𝗹𝗼𝘀 „zu Gast“) sowie die wunderbare Louise Allbritton, die in den 1940ern vor allem durch leichte und eher komödiantische Filme aufgefallen ist und deren Rolle in diesem Werk wohl als ihre absolut beste und eindringlichste gelten darf. Vor und hinter der Kamera (Roberts Siodmaks Bruder Curt zeichnet für die Story verantwortlich, die Bildgestaltung oblag George Robinson, die Originalmusik stammt von Hans Salter) nur hochkarätiges Personal also.
𝗗𝗿𝗮𝗰𝘂𝗹𝗮𝘀 𝗦𝗼𝗵𝗻 erlebt im deutschsprachigen Raum durch uns seine HD-Premiere in zwei Mediabook-Varianten mit jeweils zeitgenössischen Artworks.

Ein kurzer Blick auf die Handlung:
Mit 𝗗𝗲𝗿 𝗙𝗹𝘂𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗿 𝗠𝘂𝗺𝗶𝗲 bringen wir einen weiteren – und zumindest vorerst letzten – Titel als Mediabook mit einem Cover von Rick Melton heraus. 𝗗𝗲𝗿 𝗙𝗹𝘂𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗿 𝗠𝘂𝗺𝗶𝗲 erschien in der Tat vor nunmehr zwölf Jahren erstmals auf Blu-ray bei uns und war damit der erste Titel, der im Zuge des eher kurzlebigen „Mumien-Zyklus“ der Hammer bei uns in HD veröffentlicht wurde. Und ja, natürlich wird das Mediabook exakt so ausgestattet sein wie unsere 2014 erschiene Variante.

Worum geht es noch einmal?
Nun noch die nächste Premiere! Ebenfalls am 10.08.2026 schicken wir uns an, eure Galerie des Grauens-Boxen mit ihrem nunmehr siebten Eintrag weiter zu füllen und damit näher an ihre Komplettierung zu bringen. Und das mit der absoluten Deutschland-Premiere von 𝗜𝗻 𝗱𝗲𝗻 𝗙𝗮̈𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗱𝗲𝘀 𝗣𝘂𝗽𝗽𝗲𝗻𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲𝗿𝘀 (𝗔𝘁𝘁𝗮𝗰𝗸 𝗼𝗳 𝘁𝗵𝗲 𝗣𝘂𝗽𝗽𝗲𝘁 𝗣𝗲𝗼𝗽𝗹𝗲 im Original). Weder im Kino, noch auf Video oder gar im TV war dieses Wunderwerk bislang bei uns zu sehen. Der von uns hochgeschätzte Regiemeister des preisbewusst angerichteten Kinoschockers, Bert I. Gordon, hat mit John Agar und John Hoyt nicht nur zwei spielfreudige Top-Darsteller in sein Werk gebracht, sondern ließ die von ihm erdachte Story von niemand Geringeren als George Worthing Yates in ein wunderbar kurzweiliges Drehbuch umarbeiten. Auch seitens der Effekt(hand)arbeit wird hier im wahrsten Sinne des Wortes durchgehend Großes geleistet. Kein Wunder daher, dass Gordon die 𝗣𝘂𝗽𝗽𝗲𝘁 𝗣𝗲𝗼𝗽𝗹𝗲 als sein persönliches Lieblingswerk bezeichnete.

Die deutsche Synchronarbeit haben wir für dieses dem deutschen Zuschauer bislang vorenthaltenem Stück Kintopp einmal mehr in die bewährten Hände von 𝗕𝗼𝗱𝗼 𝗧𝗿𝗮𝗯𝗲𝗿 gelegt, der mit seiner Mannschaft aus exzellenten Sprechern die Stimmung des 1958 in den USA gestarteten Films absolut treffend einfängt. Wir hatten ja in der jüngeren Vergangenheit auf diesem Kanal bereits zwei Szenen aus dieser meisterlichen Arbeit vorgestellt.
Die Handlung des Films stellt sich übrigens folgendermaßen dar:
Diesen Sonntag wollen wir ganz ins Zeichen von Premieren stellen. Und mit einem Paukenschlag fangen wir an, denn wir präsentieren weltweit (!) erstmals legal auf Blu-ray (und überhaupt auf einem Digitalmedium) 𝗗𝗮𝘀 𝗚𝗲𝗵𝗲𝗶𝗺𝗻𝗶𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗹𝘂𝘁𝗶𝗻𝘀𝗲𝗹 (𝗧𝗵𝗲 𝗦𝗲𝗰𝗿𝗲𝘁 𝗼𝗳 𝗕𝗹𝗼𝗼𝗱 𝗜𝘀𝗹𝗮𝗻𝗱) aus der Produktion der in allerlei Genres rührigen Hammer Film ab dem 𝟭𝟬. 𝗔𝘂𝗴𝘂𝘀𝘁 𝟮𝟬𝟮𝟲 als einen unserer großen Starttitel für das zweite Halbjahr 2026!
Die Ende des Jahres 1965 durch die deutschen Kinos gepeitschte Fassung des Films hatte ordentlich Federn lassen müssen. Im groben Behau wurden aus 𝗗𝗮𝘀 𝗚𝗲𝗵𝗲𝗶𝗺𝗻𝗶𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗹𝘂𝘁𝗶𝗻𝘀𝗲𝗹 ohne Ausnahme sämtliche Elemente entfernt, die den Namen des Eilands überhaupt hätten rechtfertigen können. Die Schnibbelschere haben wir natürlich wieder eingepackt, denn nicht nur präsentieren wir diesen von Quentin Lawrence routiniert spannend erzählten und mit Barbara Shelley, Jack Hedley, Patrick Wymark, Charles Tingwell, Chris Owen und nicht zu vergessen Lee Montague sowie Michael Ripper brillant besetzten Abenteuer-Kriegsfilm nunmehr endlich komplett ungekürzt, sondern natürlich von der ersten bis zur letzten Sekunde durchgehend mit der original deutschen Synchronfassung, die seit der Kinoauswertung des Films in den 1960ern nicht mehr zu hören war.

𝗗𝗮𝘀 𝗚𝗲𝗵𝗲𝗶𝗺𝗻𝗶𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗕𝗹𝘂𝘁𝗶𝗻𝘀𝗲𝗹 bringen wir in drei Mediabook-Varianten sowie gewohnt einer Keep-Case-Version, jeweils ausgestattet mit adaptierten zeitgenössischen Plakatmotiven aus der Zeit der Erstaufführung des Films.
Worum geht es?